Macht der Drei

Die Triaden des Wissens sind ein wichtiges Werkzeug, dessen sich Druiden und Barden bedienen, um ihr Wissen zu vermitteln. Einige Triaden sprechen von der Schwäche der Menschen, andere enthalten tiefere Wahrheiten über die Menschen.

Drei Dinge, die man sofort erledigen soll
– Fang den Floh, sobald Du ihn spürst
– Meide den Weg eines irren Hundes
– Versuche, Zank zu mindern

Die drei Quellen des Wissens
– Denken
– Intuition
– Lernen

Die drei Aufgaben der Sprache
– Rezitieren
– Argumentieren
– Geschichten erzählen

Drei Dinge über die ein Dummkopf lacht
– über Gutes
– über Schlechtes
– über alles, was er nicht versteht

Drei Merkmale, wie Menschen sind
– Gottesfürchtige Menschen zahlen Böses mit Gutem zurück
– Menschen dieser Welt geben Gutes für Gutes und Böses für Böses
– Und die Menschen des Teufels zahlen Gutes mit Bösem zurück

Quelle: Archiv R.

Die Hierarchie der Engel

DIE OBERSTE TRIADE
Unmittelbar bei Gott

Der erste Chor: Die Seraphim
Wesen reinen Lichts und reiner Gedanken. Sie sind in der Lage, dem Menschen in materieller Form zu erscheinen. Jesaja beschrieb die Seraphim als „die Brennenden“, die mit ihren Flammen die Sünden verzehren.

Der zweite Chor: Die Cherubim
Im Garten Eden waren die Cherubim als Wächter eingesetzt. Zusammen mit dem Flammenschwert sollen sie den Zugang zum Baum des Lebens bewachen. Die Cherubim sind auch Wagenlenker und Träger von Gottes Thron.

Der dritte Chor: Die Throne
Die Throne (auch bekannt als Thronoi, Ophanim oder Galgallin) sind überaus mysteriös. Sie werden oft als „Räder“ dargestellt. Sie treten meist in Verbindung mit den Cherubim auf.
Die Throne haben die Aufgabe, mit ihren Flügeln Schutzschilde zu bilden, um die niederen Engel vor den verbrennenden Flammen der Seraphim und Cherubim zu schützen.

DIE MITTLERE TRIADE
Göttliches Gleichgewicht

Der vierte Chor: Die Herrschaften
Als Mittler der göttlichen Gnade sind die Herrschaften (auch Kyriores, Hasmallin oder Hamshallin genannt) bekannt. Sie überwachen die himmlische Hierarchie.
Hier sollen auch die „Himmlischen Buchstaben des Heiligen Namens“ (der wahre Name Gottes) aufbewahrt werden. Bekannt sind diese Engel:
Zadkiel [Wohlwollen Gottes]
Yahriel und Muriel [Göttliche Gabe]
Hasmal oder Chasmal [Feuersprechender Engel]

Der fünfte Chor: Die Mächte
Bekannt als Malakim, Dynameis oder Tarshishim vollbringen sie göttliche Wunder und stehen in Kontakt mit „Gläubigen, die für das Gute kämpfen“. Sie werden auch als Gnadenengel bezeichnet.

Der sechste Chor: Die Gewalten
Es soll der erste Chor sein, den Gott erschaffen hatte und sie fungieren als Grenzwächter zwischen der zweiten und dritten Triade. Als Streitmacht des Himmels gegen die Hölle stammen die meisten gefallenen Engel aus diesen Reihen.
Der sechste Chor ist auch für die Seelen der Menschen verantwortlich. Sie sollen die Balance zwischen Gut und Böse halten und werden daher auch oft als Seelenführer bezeichnet.

DIE UNTERE TRIADE
Gottes Hände

Der siebte Chor: Die Fürstentümer
Die Menschen und ihre Städte stehen unter dem Schutz dieses Chores. Heute zählt auch die Religion und das materielle Universum dazu. Einer der höchsten Engel ist Anael (oder Barakiel), als einer der sieben Schöpfungsengel.

Der achte Chor: Die Erzengel
Die Erzengel, auch bekannt als „Göttliche Kohorte“ sind die ersten Engel bei den Menschen sowie die ersten Engel bei Gott. Ihnen fällt somit die Botenrolle zu, um den Menschen göttliche Offenbarungen mitzuteilen. Sie sind ebenfalls die Befehlshaber der himmlischen Legionen.
Nicht klar definiert ist, wie viele Erzengel es gibt und wer alles dazu zählt.

Der neunte Chor: Die Malach
Die Malach sind das himmlische Fußvolk. Einfach als Engel bezeichnet, kennt man sie auch als Angelos, Scharen oder Erscheinung [Daniel 10,7] sowie als Geister [Offenbarung d. Joh. 1,4].
Sie sind keine Licht- oder Geistwesen sondern materielle Wesen.
Die katholische Kirche sieht heute allerdings alle Engel als immateriell an.

Der zehnte Chor: Die Grigori
Die Kirche stellt Engel als geschlechtslos dar. Die Grigori waren Engel mit einem männlichen Geschlecht. Diese Engel „nahmen zu Weibern, welche sie wollten“ [Genesis 6,1]. Mit der Sintflut löschte Gott diesen Chor aus.
Die Grigori werden im AT auch als „benej ha´elohim“ [Söhne Gottes) bezeichnet. Sie waren dem Menschen am ähnlichsten und sie waren auch die ersten Engel, die sich Satanel anschlossen.
Sie vergnügten sich nicht nur mit den Menschenfrauen und zeugten Nachkommen, sondern weihten die Frauen auch in die himmlischen Geheimnisse der Mathematik, Astronomie, Technik und Kultur ein.

Die Nephilim
Sie waren die Kinder aus der Verbindung von Grigori und Menschenfrauen. „Nefil“ bedeutet im Hebräischen soviel wie „Missgeburt“.
Die Nephilim waren gewalttätige und riesige Männer, die die Menschen terrorisierten, versklavten und auch aßen. Die Sintflut tötete den Großteil der Nephilim. Die Überlebenden sollen sich in die Hölle gerettet haben.

Quelle: Flora Macallan “Engel”

Die sieben Himmel

Der erste Himmel: Shamajim/Wilon
Er grenzt direkt an die Erde und schützt sie. Nachts wird er weggezogen und gibt den Blick frei auf die Sterne und den Mond.
Die Schutzengel für Schnee, Eis und Tau leben hier sowie 200 Engel als Wächter der Sterne. Der Herrscher des Shamajim ist der Erzengel Gabriel.

Der zweite Himmel: Raquia
Hier befindet sich das Gefängnis der gefallenen Engel, die in Ketten und absoluter Dunkelheit auf den Tag des Jüngsten Gerichts warten.
In einem anderen Teil von Raquia sollen Henoch und Moses leben. Der Islam sagt, auch Johannes der Täufer sowie Isa bin Marjam (bei uns bekannt als Jesus Christus) würden in diesem Himmel leben.
Herrscher ist der Erzengel Raphael.

Der dritte Himmel: Sagun/Shebaquim
Im Süden dieses Himmels liegt der sagenumwobene Garten Eden.
Herrscher ist der Engel Anahel, aber auch der islamische Todesengel Azrael lebt hier.
Einige Hinweise deuten darauf hin, dass sich im Norden von Sagun die Hölle befindet. Mit all ihren Dämonen und ihrem Herrscher Luzifer.

Der vierte Himmel: Zebhul/Machanon
Der Ort des himmlischen Jerusalems mit dem heiligen Tempel und dem Gottesaltar. Henoch bezeichnet Zebhul auch als Ort für den Baum der Erkenntnis.
Herrscher des Himmels ist der Erzengel Michael.

Der fünfte Himmel: Machon/Ma’on
Im Norden, hinter einer riesigen Flammenwand, liegt ein weiteres Gefangenenlager: Dort soll der zehnte Himmelschor (²) auf seine Gerichtsverhandlung warten. Dieser Teil besitzt weder Boden noch Decke.
Im Süden singen Engel nachts ohne Unterbrechung. In Machon sollen auch Moses Bruder Aaron und die Engel der Rache leben.
Herrscher ist der Engel Sammael oder Metatrons Bruder Sandalphon.

Der sechste Himmel: Zebul/Makhon
Nur dieser Himmel wird von zwei Engeln regiert: Sabath am Tage und Zebul in der Nacht.
Hier steht auch das Haus des Wissens, in dem die Engel, mit Erzengeln als Lehrer, alles über den Menschen, die Zeit und den Kosmos lernen.
Sieben Phönixe sollen hier ebenfalls leben.
Herrscher ist der Erzengel Gabriel.

Der siebte Himmel: Araboth
Im letzten Himmel steht der Thron Gottes und um ihn herum sind die Cherubim, Seraphim und Throne.
Die Seelen ungeborener Menschen sollen hier auf ihre Geburt warten.
Herrscher ist entweder der Erzengel Michael oder der Engel Cassiel.

Quelle: Flora Macallan „Engel“

(²) Die Hierarchie der Engel besteht aus einer Triade, in der es insgesamt 10 Chöre gibt.

Lilith

Lilith, die erste Frau Adams, erschaffen aus Schlamm und Dreck. Ihr hebräischer Name bedeutet soviel wie „Die Nächtliche“.
Sie wollte nicht „unter Adam liegen“ sondern ebenso obenauf. Dieses gilt bei orthodoxen Juden und auch im Islam als verwerflich. Im Koran findet sich dazu: „Verflucht sei der Mann, der die Frau zum Himmel und sich zur Erde macht.
Da sie sich Adam widersetze, gilt sie auch als erste emanzipierte Frau.

In der Bibel gibt es nur einen indirekten Hinweis auf Lilith:
Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. [Genesis 1,27]
Erst später wurde Eva aus Adams Rippe erschaffen.

Der Lehm, aus dem Lilith erschaffen wurde soll vom Speichel des Engels Samael vergiftet gewesen sein. Sie verließ Adam und schaffte es, den wahren Namen Gottes zu erfahren und forderte so von Gott Flügel für sich. Diese erhielt sie auch. Lilith wurde trotzdem in die Hölle verbannt, wo sie eine der vier Bräute des Satans wurde.
Sie soll dem Satan wunderschöne Dämoninnen geboren haben, die „Lilim“ hießen.
Je mehr dämonische Züge Lilith bekam, desto mehr verschwand ihre Schönheit.
Die Engel Sanvai, Sansanvi und Semangloph sollten Lilith dazu bewegen, wieder zu Adam zurückzukehren. Da sie es ablehnte, erschuf Gott Eva.

In der jüdischen Religion gibt es Legenden über die zehn unheiligen Sephiroth. Lilith soll eine von ihnen gewesen sein.

Kritiker sehen in Lilith den Versuch, die babylonische Göttin Belet-ili in das jüdische Glaubenskonzept zu integrieren.
Ba’alat, die „Heilige Herrin“ der Kanaaniter wurde auch Lillake genannt.
Der hebräische Name Lilith soll aus dem babylonischen Wort „Lilitu“ abgeleitet worden sein, was so viel wie Windgeist bedeutet.

Quelle: Flora Macallan, „Engel“

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