Incubus und Succubus

Der Glauben an das Wirken von Teufel und Dämonen brachte auch die Möglichkeit hervor, dass der Teufel die Fähigkeit hätte, sich in männlicher oder weiblicher Form zu manifestieren.
Die Dämonologen stellten so Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmale auf. Als Incubus wurden diejenigen „Buhlteufel“ bezeichnet, die als Mann den Geschlechtsverkehr mit menschlichen Frauen aufnahmen. Succubus, der weibliche Dämon, der mit Männern verkehrte. Den Sexualkontakt mit Dämonen hatte Thomas von Aquin ausdrücklich in Betracht gezogen.
Während der gesamten Epoche der Hexenverfolgung und noch weiter darüber hinaus, behielt die Kirche diese Lehre bei.

Wesen der Nacht

Akibu
Ein unersättlicher Dämon der Nacht in Westafrika, der sich vom Volk der Yoruba ernährt. Offenbar ist kein Mensch in der Lage, eine wirkliche Beschreibung von Akibu abzugeben. Man weiß nur, daß er so form- und gestaltlos wie Rauch ist. Acheri Ein weiblicher Geist einiger nordamerikanischer Indianervölker. Dieses Squaw-ähnliche Skelettwesen trägt zerfetzte Hirschfelle, schläft tagsüber und erscheint, sobald die Nacht eintritt. Dann singt es Totenlieder und schlägt auf einem Tom-Tom.

Acheri
gibt Töne von sich, die so furchterregend sind, wie das Heulen der Wölfe im Winter. Ankou Schweigsame Nachtwandler, deren Erscheinung auf den Straßen der Bretagne den Menschen den Tod voraussagt. Sie erscheinen in der Abenddämmerung, wenn es gerade noch möglich ist, schwarz von weiß zu unterscheiden.

Bayok
Ein nordamerikanischer Nachtgeist, der bei den Indianern des Chippewa-Stammes vorkommt. Der Bayok sieht wie ein wandelndes Skelett mit rotglühenden Augen aus. Der Bayok ernährt sich von Kriegern, die allerdings durch das Rasseln seiner Knochen vor ihm gewarnt werden. Trotzdem kann niemand ihm entkommen.

Duppy
Dieses Gespenst holen sich die Menschen auf den Westindischen Inseln aus dem Grab, damit es ihnen gewisse Dienste leistet, die meistens mit Rache zu tun haben. Zu einem Duppy kommt man, indem man pausenlos den Namen eines Verstorbenen über dessen Grab ruft, bis der Duppy durch den Erdhügel hochkommt und seine Befehle erwartet. Gut wäre es, wenn der Duppy ein Verwandter desjenigen ist, der ihn gerufen hat. Denn nichtverwandte Duppies greifen ihn eher an, als daß sie tun, worum er bittet.

Imwandwa
Geister gewisser Volkshelden und Stammesführer in Tansania. Obwohl sie während ihres Lebens bedeutend waren, sind sie nun neidisch auf die Lebenden und rächen sich selbst für ihren eigenenTod, indem sie nachts umhergeistern.

Kasha
Ein bösartiger japanischer Geist, der Leichname stiehlt, bevor diese eingeäschert werden. Manchmal sind sie so gierig, daß sie den Sarg forttragen, indem sich der Leichnam befindet. Deshalb sollte man unbedingt Wachen bei Leiche und Sarg aufstellen und mit viel Lärm die Kashas vertreiben.

Lykanthropie
Bezeichnung für das Phänomen, daß ein Mensch sich nachts in ein Tier verwandelt und bei Sonnenaufgang wieder menschliche Gestalt annimmt. Das scheinbare Tier kann ein Wolf, ein Tiger oder Krokodil sein. In Afrika werden ganze Stämme von der Lykanthropie befallen, und einmal schoß ein weißer Jäger Hyänen, die goldene Ohrringe trugen.

Menahune
Nachtgeister der Hawaii – Inseln. Sie sind ungewöhnliche Nachtgeister, denn sie sind eher behilflich als gefährlich. Die Menahune erscheinen des Nachts und erledigen die Hausarbeit. Sie arbeiten aber nur für Familien, die als besonders freundlich und liebenswürdig eingeschätzt werden.

Min Min-Licht
Eine Erscheinung des Min Min-Gebietes im australischen Queensland. Reisende, die zu mitternächtlicher Stunde die Ebenen durchqueren, werden oft von einer großen flackernden Lichterscheinung verfolgt oder begleitet. Das Licht erscheint ganz plötzlich, bleibt eine Weile und verschwindet wieder.

Dama Dagenda
Urweltgeister von Papua Neuguinea. Menschen, die in ihren Lebensraum, den Dschungel, eindringen, bestrafen sie mit schmerzhaften Wunden und Geschwüren. Die Dama Dagenda verstehen jede Sprache der in der Nähe lebenden Volksstämme. Wer unbeschadet den Dchungel durchqueren will, muß erst bei einem Medizinmann eine Sprache lernen, die die Dama Dagenda nicht verstehen. Man muß lauthals diese Sprache singen oder reden, wenn man den Urwald durchquert. Die Dagena sind dann so beschäftigt, herauszufinden, was man erzählt, daß man meistens unbeschadet aus ihrer Reichweite kommt.

Leprechauns
Die Schuhmacher der Feen. Leprechauns pflegen den Winter zu verschlafen und erst im Sommer wieder aufzutauchen. Im Gegensatz zu anderen Feenwesen sind Leprechauns gut von Sterblichen zu entdecken. Sie tragen grüne Sachen, eine rote Kappe und Spangenschuhe. Leprechauns wissen, wo Schätze versteckt sind. Deshalb wird eifrig nach ihnen gefahndet. Einen Leprechaun kann man zwar fangen, aber niemals festhalten.

Sakarabu
Der Gott der Finsternis, der in dem Teil Afrikas lebt, wo heute Gambia und Senegal liegen. Hat er schlechte Laune, schleicht er durchs Dorf und zerfleischt jeden, der nach Einbruch der Dunkelheit noch unterwegs ist. Andersherum beschützt er das Dorf vor wandelnden Dämonen, und bei richtigen Geschenken, heilt er auch Krankheiten. Wer trotz einer Opfergabe an einer Krankheit stirbt, bezahlt damit irgendeine Sünde, denn Sakarabu ist gerecht.

Vetala
Indische Vampirrasse. Sie haben mehr „Gespenster-Eigenschaften“, denn sie leben im Körper eines Toten, der so lange nicht verfault, wie ein Vetala in ihm wohnt. Die Leichname bleiben in den Gräbern liegen, während der Vampir auf Beutezug geht.

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